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Dämonenregen

Frost steigt aus Träumen
Durch die Schläfen heraus;
Dein Herz schnürt die Kehle,
Und es platzt in die Augen.

Dämonen aus Ruß
Kratzen in deiner Haut;
Im Kopf dröhnt der Schlund,
Und die Zunge schweigt bitter.

Feuer klärt Dunkel;
In den Wänden zuckt Licht,
Und Hitze rauscht dumpf
Über stechende Lippen.

Regen spült Asche
Und den Druck aus den Gliedern;
Im schwarzen Wasser
Öffnet sich dein Mund.

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Sirenen schreien weiter

Es ist immer noch ganz nah,
Nur ein dünnes Blatt dazwischen:
Brennendes Tau an deinem Herzen
Und mit dunklen Netzen fischen.

Kaltes Wachs spannt in den Schultern,
Schwere Knochen liegen lassen;
Keine Tränen für die Augen,
Keine klaren Gedanken fassen.

Keine Spiegel, keine Scheiben,
In deinem ausgebrannten Haus;
Die Passanten ziehn vorbei,
Nur der Wind geht ein und aus.

Und Sirenen schreien weiter;
Du schaust gebannt ins bunte Licht,
Bis von deinem hellen Körper
Nur noch ein Schatten übrig ist.