Wunsch

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

Schatten krümmt sich
In Käfig,
Weint/lacht
In sich hinein.
Schreit
Schwarze Splitter
Durch tanzende Leiber,
Die am Himmel verglühen.
Alles mundlos.
Du darfst dir etwas
Wünschen!
Ich wäre am liebsten
Zimtgeschmack
Oder Samttuch.
Und aus den Wunden
Peitschen Meere
Gegen Wolken.
Alles ist so dunkel;
Gesicht zerbricht.
Geh in den Keller
Und hol Holz.
Es ist kalt.
Von den Straßen
Werden mit Wagen
Betrunkene fortgekarrt.
Mach die Tür zu;
Leg dich schlafen.
Ich erwache:
Allein.
Wo bist Du?
Weine/zucke.
TICK TACK
TICK TACK
usw.
Abwarten.
Essen/trinken/schlafen.
Aufstehen,
Umhergehen,
Durchdrehen.
Nach Luft schnappen,
Zittern.
Zusammenbrechen,
Aufbrechen,
Ausbluten.
Ich will
Sonnenblumen,
Und dann
Licht aus.