Film

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

In braunem Meer
Schwimmen tote Kinder
Und Stoffbären.
Daraus taucht
Ein Drache und
Speit Schiffe
In Flammen.
Am Strand spazieren
In grauen Anzügen
Männer mit Schwertern,
Manchmal Regenschirmen.
Kinder jagen Schmetterlinge;
Es regnet Zuckerstangen.
Landschaften zerfließen
Zu Quecksilber;
Gesichter laufen vorbei.
Roter Mond leuchtet
Sterbende Sonne.
Aus dem Wasser
Taucht eine Möwe,
Fliegt auf,
Taumelt und
Stürzt nieder.
Durch den Raum
Treiben Affen
In Glaskugeln
In schwarze Löcher;
Auf ein totes Auge
Setzt sich eine Fliege.
Der Himmel flackert
Grell und bunt und schnell.
Milliarden Fische
Ersticken im Staub
Einer Sanduhr.
Vor einem Fenster
Rauschen Bilder vorbei.
Welch ein schönes Zimmer!
Findest du das wirklich?
Findest du das WIRKLICH?
Blutige Engel
Weinen zitternd
In einem stillen Garten.
Nach dem Wein
Kam nur noch Schmerz
Und Warten.