Augenschein

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

Die Tage hängen
Wie an rostigen Fäden
Im Strom meines Pulsschlags.
Der Keller ist
Leer,
Und die Flächen
Rücken näher
Und
Bleiben an ihrem Ort,
Wie das Blutglas,
Meine Augen.
In dem Moment –
Bleib hier!
Nie kriecht
Der Schatten von der Haut,
Ist die spielende Hand
In meinen Gedanken.
Und Regen streicht goldene Spuren
Über die Finger:
Deine lächelnden, warmen,
Scheinenden Augen.
Manchmal, nachts,
Fließen am Himmel
Rote Schleier –
In tiefer Ferne.