Ich bin so sterbensmüde;
Mein Gehirn fühlt sich
An wie Kotze.
Ich könnte umfallen,
Zucken,
Auslaufen.
Schlagwort-Archive: Versteinertes Land
Verlust
Du und ich tanzen, schwimmen
In glühendem Ozean.
Wellen, blau leuchtend,
Tragen uns sanft
Durch Sternenregen.
In den purpurnen Himmel
Mischt sich dunkler Staub.
Krähen lästern uns den Tod.
Die Wogen begraben uns
Mit schwarzen Federn.
Und ich weine um Deinen Verlust.
Fluchtlos
Nacht für Nacht liege ich wach,
Die Augen schlaflos zitternd.
Meine Gedanken fesseln
Nur dies eine Gesicht:
Dein Gesicht.
Diese Sehnsucht tut so weh,
Zerrt so heftig an mir.
Ich bin wehrlos,
Kann mich nicht bewegen,
Nicht fliehen.
Ich bin festgewachsen,
Kann noch nicht einmal schreien.
Wenn ich nur lachen könnte,
Und alles vergessen,
Oder weinen, diese Welt
In meinen Tränen ertränken.
Winterblüte
Der moorige Nebel
Dunkler Wintertage
Dringt eisig,
Wie die Splitter
Eines Astes,
Der meinen Händen entglitt,
In die Poren meiner violetten Blattsegel,
Treibt rostige Nägel
In die Knospe
Meiner Herzblume;
Winterblüte.
Graues Blut strömt;
Trüber Fluß
In schwarzer Rinde.
Braunes Segel im Schneesturm;
Erdblatt – Herbstasche.
Bausatz
I
Mir schien, als würden sich aus dem Boden
Mehrere Pappkartons spiegeln.
Laß uns ein bis zwei Pfützen von der Straße kratzen
Und uns mit ihnen waschen.
Es sieht so aus, als könnten auch lackierte Eisen rosten.
Durch ein Fenster im roten Blechsarg schimmert die Welt.
Ein Mann steht im Kreis und wirft etwas weg.
Das Haus hat verschiedene Farben.
Auf diesen Wagen hätten wir aufspringen können – aber es ist egal.
Wasser könnten nicht schlimmer entstellt werden,
Als durch künstliche Lichter.
II
Ich überlege gerade,
Ob man etwas mit diesem Spiegel anfangen könnte.
Heute habe ich mich noch nicht zerteilt.
Adern durchziehen schwarz den Asphalt.
Holz wächst zu Früchten.
Wann hast du Zeit?
Der Sinn war anders als das Wort.
Genauso wie der Schirm verpackt ist,
Hat der Mann einen Hut.
Wir müssen auch hier raus.
Wasserspiele für den Regen – Plastiklachen
Verzogen, damit es weiter aufwärts geht – Stadtbruch
Gedankenpause,
Zwecks größerer Verwirrung.
Geschrieben 1994 gemeinsam mit Sascha E. Lübke
Prolog
Vor einiger Zeit fiel mir auf,
Daß ein Pilz auf meiner Brust gewachsen war.
Ich schaute ihn mir einige Zeit lang verwundert an
Und beschloß dann, ihn abzuschneiden.
Ich nahm also ein sehr scharfes Messer
Und schnitt seinen Stiel durch.
Dabei rutschte ich wohl irgendwie aus,
Auf jeden Fall lief Blut aus meinem Herz
Und tropfte ziemlich rasch zu Boden.
Dann fing es an irgend etwas zu schreiben.