Seit 1999 stelle ich auf meiner Website meine Texte, Musikstücke und mehr vor. Daneben findet man Gedichte von meinen Freunden Sascha E. Lübke und Annette Schäfer, sowie seit 2009 einige gemeinfreie Texte weiterer Dichter. Ursprünglich entstand bei einer Geburtstagsfeier Saschas im Jahr 1994 gemeinsam mit zwei weiteren Freunden die Idee, eine Punkband zu gründen. Sascha und ich schrieben zu dieser Zeit unabhängig voneinander Gedichte und wollten diese vertonen. Die beiden anderen Freunde hatten kein ernsthaftes Interesse an der »Bandidee«, und so schmiedeten wir in dieser Zweierbesetzung weitere Pläne. Da man mit zwei Personen nur schwerlich eine Rockband auf die Beine stellen konnte, war schnell die Idee geboren, die Texte mit elektronischer Musik zu untermalen: Wir besaßen zu dieser Zeit beide einen Commodore Amiga 500, und ich hatte von einem Freund das Trackerprogramm Octamed bekommen, mit dem es möglich war, auf vier bis acht Spuren 8-Bit-Samples in verschiedenen Tonhöhen zu setzen und die entstandenen Sequenzen zu arrangieren.
Das perfekte Werkzeug für unsere Zwecke, zumal der Computer viel Spielraum für Experimente ließ. Ich begann damit, mich in Octamed einzuarbeiten und komponierte meine ersten Stücke, die aber kaum erwähnenswert sind. Sascha jedoch blieb beim Schreiben und verfolgte mit großem Interesse meine ersten musikalischen Gehversuche. Wenige Monate später bekam ich meinen ersten PC: Einen 486er mit einer Soundblaster 16 Soundkarte. Zunächst suchte ich vergeblich nach einer Musiksoftware für den PC, die dem mittlerweile vertrauten Octamed ähnelte. Es dauerte viele Monate, bis ich 1995 auf einer Shareware-CD das Programm Fasttracker II entdeckte: Damit war es mir zum ersten Mal möglich, eigene Samples aufzunehmen und auf bis zu 32 Spuren Musik zu machen. Den Gesang nahm ich mit Hilfe eines alten Gitarrenverstärkers mit integriertem Verzerrer, den ich an den Eingang der Soundkarte angeschlossen hatte, zusammen mit der Musik – abgespielt mit dem Programm MOD4WIN – auf Audiocassetten auf.
Im darauffolgenden Jahr legte ich mir einen Pentium-PC zu, den ich mit einer Soundblaster AWE 32, die bereits einfache Samplerfunktionen besaß, und einer Yamaha SW60XG bestückte. Damit stand den ersten MIDI-Stücken nichts mehr im Weg. Ich benutzte zunächst Cakewalk Homestudio als Sequencer und stieg wenig später auf Cakewalk Professional um. 1997 brachte Terratec dann die EWS 64 heraus, eine professionelle Samplerkarte mit digitalen Ein- und Ausgängen und bis zu 64 MB Sample-RAM. Ich kaufte sie mir zusammen mit einer Yamaha DB50XG Wavetable-Karte und ersetzte damit die beiden alten Karten. Die fertigen Stücke archivierte ich auf Minidisc. Mittlerweile habe ich einen aktuellen PC und produziere – wenn die Zeit es mir erlaubt – meine Musik mit Cakewalk Sonar und diversen Software-Klangerzeugern. Daneben benutze ich auch noch Buzz, ein modular aufgebautes Trackerprogramm mit vielen Software-Synthesizern, -Samplern und -Effekten. Meine Musik lässt sich stilistisch in die Genres Electro/Industial/Ambient einordnen.
Christoph Müller im September 2009