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Sirenen schreien weiter

Es ist immer noch ganz nah,
Nur ein dünnes Blatt dazwischen:
Brennendes Tau an deinem Herzen
Und mit dunklen Netzen fischen.

Kaltes Wachs spannt in den Schultern,
Schwere Knochen liegen lassen;
Keine Tränen für die Augen,
Keine klaren Gedanken fassen.

Keine Spiegel, keine Scheiben,
In deinem ausgebrannten Haus;
Die Passanten ziehn vorbei,
Nur der Wind geht ein und aus.

Und Sirenen schreien weiter;
Du schaust gebannt ins bunte Licht,
Bis von deinem hellen Körper
Nur noch ein Schatten übrig ist.

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Unser vernarbtes Lächeln

Für Tanja

Unser vernarbtes Lächeln
Schiebt sich langsam aus Wolken,
Und zitternde Hände
Vibrieren im Regen.

Aus der Haut leuchten Augen
Und suchen am Himmel;
Der Platz zwischen uns
Wartet einsam und kalt.

Durchfrorene Tränen
Schweben im Raum,
Werden heiße Diamanten
Im innigen Kuss.

Aus dem dunkelsten Abgrund
Brennen Sterne empor,
Umhüllen uns ganz;
Wir sind die hellste Sonne!

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Dein inneres Lied

In meinen dunklen Momenten
Sehe ich dennoch dein Licht;
Wie ein wandernder Stern
Ziehst du am Himmel Kreise.

Wenn die Gedanken zittern,
Der Damm des Herzens bricht,
Deck ich mich in deine Haut,
Spür deine Küsse ganz leise.

Deine Dämonen sind Engel,
Die ich zu dir sende;
Und wie ein Feuerwerk
Versprühst du deine Lust.

Treib durch die Stille danach,
Schließ deine Augen und Hände,
Und fühl dein inneres Lied
Im warmen Puls deiner Brust.

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Kontinuum

Schritt für Schritt,
Keine Rast am Wegrand.
Freude und Schmerz
Im Brennglas des Körpers.

Ein wundervolles Leuchten
Auf dem Dunkel der Kissen,
Und Sehnsucht wird greifbar;
Ich fühl dich in meiner Haut.

Mein Zittern wird lauter,
Vibriert durch die Knochen;
Tränen und Schweiß
Tanzen wie Regen durchs Zimmer.

Ich lasse dich los,
Und du steigst in den Himmel;
Ein Stern in meinen Augen,
Dein Weltraum mein Mantel.

Wir kehren zurück in unsere Schatten,
Und die Herzen schlagen weiter,
Alleine im Rhythmus
Aus Lächeln und Furcht.

Der letzte Abschied ist sicher,
Ohne Erbarmen und kalt;
Das Leben zieht den Schlussstrich –
Bitte bleib in meinem Kreis …

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Golden

Golden
Sinkt der Tag
In Deine Hand,
Strahlt in Dein Haar,
Aus Deinen Augen.

Leuchtkäfer
Ziehen leise
Durch das Tal,
Und Hände falten sich
Gemeinsam, still.

Federn
Streicheln sanft
Die Haut,
Und Sterne funkeln
In den Adern.

Herzen schlagen
Brust an Brust,
Und Augen
Schließen sich
So warm.